or ein paar Tagen hab ich mir mit meinem Mann 'Indiana Jones 1' auf DVD angesehen. In diesem Film geht es darum, dass den Nazis die Bundeslade in die Hände fällt. Sie öffnen diese, um zu sehen, ob die Gesetzestafeln noch drinne sind. Dabei entströmen Geistwesen der Lade, die erst schön anzusehen sind, dann jedoch zu Monstern werden und die Nazis grausam töten.
Ich habe nach dem Film gedacht "So ist Gott bestimmt nicht!" Solche Grausamkeiten hat Er nicht nötig. Dann hab ich weiter überlegt, wie Gott wohl ist und ich kam irgendwann zu dem Schluss, dass Gott immer anders ist, als wir Ihn uns denken. Niemand kann sich ein vollständiges Bild von Gott machen. Irgendwie finde ich das richtig gut, denn so kann mir auch niemand erzählen, dass er genau wisse wie Gott ist und wie ich jetzt demzufolge zu sein hätte.
Gott ist der, der immer ganz anders ist.
Dienstag, 27. Mai 2008
Wie ist Gott?
Donnerstag, 22. Mai 2008
Gott ist gut!
Ich habe grade ein Büchlein von Anselm Grün über 'Einreden' gelesen. Es geht dabei um negative Einreden, mit denen wir uns selbst das Leben schwer machen und wie man sie überwinden kann. Ich habe mich in den Beschreibungen in diesem Text sehr oft wiedergefunden und festgestellt, dass ich eine ganze Menge negativer Einreden mit mir rumschleppe. In letzter Zeit ging das oft in die Richtung 'Ich bin Gott egal, Er liebt mich nicht, Er schickt mir viele negative Erfahrungen, weil ich nicht demütig genug bin, Ich hab nix besseres verdient' u.s.w.. Damit kann man sich wunderbar den Tag verderben.
Na ja, der Text von Anselm Grün sagt nun, dass man negativen Einreden eine positive Einrede entgegen setzen soll. Das klingt wie ein billiger Psychotrick, ist vielleicht sogar einer ( in meiner Therapie hab ich nämlich ähnliches gelernt) aber es funktioniert ganz gut. Ich habe einen Tag lang gegrübelt, welchen positiven Satz ich denn nehmen könnte. Schließlich kam mir folgender Satz in den Sinn: "Gott ist gut!"
Nun mache ich das seit ca. drei Tagen, sobald mir ein negativer Gedanke durch den Kopf schiesst, sag ich mir sofort 'Gott ist gut'. Und da ich ja grad die ZahnOP hatte und die Nachwirkungen alles andere als angenehm sind, komme ich sehr oft am Tag dazu, mir diesen Satz zu sagen. Am Ende glaub ich es tatsächlich noch *gg*.
Montag, 19. Mai 2008
Donnerstag, 3. April 2008
Nachtrag
So, noch ein Nachtrag zu meinem letzten Posting:
Das Wichtigste hab ich eigentlich unterschlagen, nämlich das Resultat aus all den vielen Kindheitserfahrungen (das waren noch längst nicht alle, aber ich zähl sie jetzt auch nicht alle auf).
Mein ganz großes Problem ist nämlich, dass ich Gott aufgrund all meiner Erfahrungen nicht vertrauen kann. Immer wieder, bei jedem Problem das sich auftut, habe ich das Gefühl, jetzt lässt Er mich wieder absichtlich ins Unglück laufen. Gut, wenn ich selbst Mist baue, könnte ich ja noch verstehen, dass Gott sagt, sieh zu, wie Du da wieder raus kommst. Aber bei so Dingen, wie jetzt die Zahnoperation, die mich endlos triggern und im Null komma nichts in die Vergangenheit reissen, da hab ich doch nix Falsches getan!? Trotzdem passiert sowas immer und immer wieder. Ich trau mich schon kaum noch für andere zu beten, weil ich denk, dann gehts eh schief...
Ich weiss nicht, wie ich dieses Mißtrauen, diese Angst jemals überwinden soll, ich laboriere da schon so lange mit rum. Ich kann gut Menschen zuhören, die mir erzählen, wie sehr Gott mich liebt und dass Er nur mein bestes will. Und in dem Moment glaube ich das auch. Aber dann geh ich nach Hause, seh die Problemberge, die sich auftürmen und alles ist sofort wie weggewaschen.
Ich will ja gar nicht, dass Gott alle Probleme für mich erledigt, aber kann Er mir nicht einmal ganz deutlich zeigen wie sehr Er mich liebt, so dass ich das auch wirklich fühlen und spüren kann?
Montag, 31. März 2008
....
Am 9. März habe ich ja einen etwas kryptischen Beitrag hinterlassen, der zwar deutlich machte, dass es mir grad nicht so dolle geht, aber so richtig drunter vorstellen kann sich wahrscheinlich kaum jemand was...
Seit dem überlege ich, ob ich das Ganze mal genauer erklären soll, oder nicht. Letzte Nacht, als ich nicht schlafen konnte, hab ich mir überlegt, ich mach das jetzt mal.
Eines vorweg, ich schreibe das nicht, um Mitleid zu erheischen, sondern weil ich eher das Gefühl habe, dass man mich und meinen Blog dann teilweise besser verstehen kann.
Ich erinner mich noch, als ich etwa sechs oder sieben Jahre alt war, da kamen meine Mutter, mein Bruder und ich von einem Besuch bei meiner Oma. Im Treppenhaus fasste meine Mutter sich an den Kiefer und meinte, der würde in letzter Zeit so oft weh tun, sie müsse unbedingt mal zum Zahnarzt.
Ich hab das Bild von dieser Situation noch genau vor Augen, es war sozusagen der Startschuss für eine Katastrophe.
Meine Mutter ging zum Zahnarzt, der nix finden konnte, eventuell auf die Weisheitszähne tippte und sie schliesslich an einen Kieferchirourgen verwies. Dieser rätselte auch lange rum und so verging ein Jahr, bis schliesslich entdeckt wurde, dass meine Mutter Krebs hatte. Damals war der Krebs wohl schon so weit fortgeschritten, dass man ihr sagte, sie habe noch max. ein Jahr zu leben!
Es folgen Operationen über Operationen. Das Gesicht meiner Mutter wurde mit jeder dieser Operationen mehr und mehr entstellt. Unter anderen zog man ihr auch einen Weisheitszahn mit dem Ergebnis, dass ihre Wange in sich zusammen fiel und permanent entzündet war. Das darüber liegende Auge war ständig geschwollen und tränte.
Durch den Krebs konnte meine Mutter den Mund kaum noch öffnen, geschweige den richtig kauen. So musste sie ihr Essen irgendwann pürieren und auf "Astronautenkost" ausweichen, um überhaupt noch genug Nährstoffe zu erhalten.
Trotzdem hat sie es geschafft noch sieben Jahre zu überleben. Kurz vor ihrem Tod wurde sie schon nur noch über eine Magensonde ernährt, sie fiel dann über Nacht ins Koma und verstarb in der nächsten Nacht im Krankenhaus.
All diese Ereignisse haben sich natürlich tief bei mir eingegraben, ich werde damit leben müssen. Aber nun zu dem Grund, wieso es mir grad nicht so gut geht:
Ich bin jetzt etwa in dem Alter, in dem meine Mutter damals auch war. Vor einigen Wochen entzündete sich bei mir das Zahnfleisch rund um einen Weisheitszahn. Ich bin zum Zahnarzt und der meinte nach einem Blick aufs Röntgenbild, dass meine Weisheitszähne katastrophal im Gaumen rumliegen und dringend raus müssten. Er empfahl mir einen, wie er sagte 'guten Kieferchirourgen'. Ich setzte mich nichtsahnend in mein Auto und fuhr los. Erst als ich schon fast vor der Praxis stand, fuhr mir ein eiskalter Schreck in die Glieder. Ich war genau dort gelandet, wo schon vor über 25 Jahren meine Mutter in Behandlung war!
Von diesem Moment an, war es mit meinen Nerven vorbei. Ich habe dort im Wartezimmer gesessen und in jeder Zeitschrift, die ich aufschlug war mind. ein Bericht über Krebspatienten. Ich habe mich vom Arzt beraten lassen, einen Termin für das Entfernen der ersten zwei Zähne ausgemacht und bin wie im Traum nach Hause gefahren.
Seit dem habe ich mich fast ununterbrochen gefragt, was Gott da eigentlich mit mir vor hat? Ich habe erst vor einem halben Jahr eine sehr gute Therapie beendet und fühle mich für solche 'Überraschungsangriffe' so gar nicht gewappnet. Ich wollte eigentlich langsam wieder ins Leben zurückfinden. Und dann sowas!
In dieser katastrophalen Stimmung entstand besagtes Posting vom 9. März. Mittlerweile sind die ersten beiden Zähne raus und ich habe dem Arzt vorher noch meine Sorgen geschildert. Er war sehr betroffen und hat versprochen jede noch so kleine Anomalie in meinem Kiefer und Zahnfleisch zu untersuchen. Bisher hat er nix gefunden und ich hoffe und bete, dass das auch mit dem zweiten Eingriff so bleibt!
So, das war es, was ich jetzt doch mal loswerden wollte. Hinzu kommt noch, dass ich ausgesprochen Schmerzempfindlich bin und überhaupt ein großer Angsthase was solche Eingriffe betrifft. Nachher muss ich zum Fäden ziehen, das regt mich auch schon wieder auf.........*grr*
Dienstag, 25. März 2008
nur ein Gedanke
Immer wieder begegnen mir Menschen, die mich nerven, mir auf den Keks gehen und wo es mir wirklich schwer fällt mich in Nächstenliebe zu üben. Mir schiessen dann ziemlich viele unerfreuliche Gedanken durch den Kopf.
In der Osternacht war es mal wieder soweit. Vor mir saß eine Person, deren 'Gehabe' mich tierisch nervte. Ich wollte mich aber nun grad in dieser Nacht nicht über andere Menschen aufregen und überlegte, was ich machen könne, damit mein Ärger verschwinde.
Da schoß mir ein Bild durch den Kopf, wie Gott grade jetzt diese Frau umarmt, weil Er sich so freut, dass es sie gibt. Mein Ärger war mit einem Schlag verschwunden!
Vielleicht ist das eine Methode, die ich in Zukunft bewusst anwenden sollte, wenn mir mal wieder jemand dumm kommt. Ich stell mir einfach vor, wie Gott diese Person voller Liebe umarmt. Und dann stell ich mir vor, wie Er mich umarmt...........